Du suchst einen kompakten Campingkocher, der richtig was kann und sich ohne Schlauch und Gasflasche betreiben lässt? Dann lohnt sich ein Blick auf den neuen CADAC | Dometic Van Cook PRO FFD Deluxe. Ich habe das Gerät neuerdings im Einsatz und konnte es schon über mehrere Wochen testen. In diesem Artikel erfährst du, was der Van Cook alles mitbringt, wie sich der Kartuschenbetrieb im Kochalltag schlägt und warum er für mich genau das ist, was ich mir letztes Jahr nach dem Test des 1 Cook Turbo FFD gewünscht hatte.
Spis treści
- Van Cook PRO FFD Deluxe – Überblick, Lieferumfang & Ausstattung
- Erste Eindrücke: kompakt, solide, schlau konzipiert
- Praxistest: Wie schlägt sich der Van Cook im Campingalltag?
- Reinigung
- Technische Details des Van Cook PRO FFD Deluxe im Überblick
- Fazit: Mein Van Cook Test in Kürze
- FAQ – Häufige Fragen zum Van Cook Pro FFD
Van Cook PRO FFD Deluxe – Überblick, Lieferumfang & Ausstattung
Der Van Cook ist ein kompakter Gaskocher und Tischgrill, der speziell fürs Vanlife und kleinere Camper entwickelt wurde. Er bringt eine umfangreiche Palette an Zubehör mit:
Brenner mit 1,6 kW Leistung
Zündsicherung (FFD), die das Gas automatisch abstellt, wenn die Flamme ausgeht
automatische Piezo-Zündung
Magnetanschluss für eine Bajonett-Gaskartusche, also kein Schlauch und keine große Flasche nötig
viel Zubehör: BBQ-Rost samt Fettwanne, Plancha, Topfständer, Kaffeekannenständer, klappbarer Rundum-Windschutz, Deckel robuste Tragetasche mit "Verstauanleitung"
Mit 36 × 19 × 29 cm bleibt er angenehm kompakt. Mit 6,4 kg ist er aber kein Leichtgewicht, dazu später mehr. Das Design ist hochwertig, die Materialien wirken solide und gut durchdacht. Die Grillflächen sind mit der CeramiCoat-Beschichtung von CADAC | Dometic ausgestattet, einer Keramikbeschichtung, die laut Hersteller für eine lange Lebensdauer sorgen und eine einfache Pflege ermöglichen sollen.
Disclaimer: CamperStyle berechnet den Herstellern für Produkttests üblicherweise eine Aufwandspauschale, die ausschließlich die Kosten für die anfallenden redaktionellen Arbeiten (Durchführung der Tests in verschiedenen Alltagssituationen, Ausfüllen eines Testprotokolls, Foto- und Texterstellung etc.) abdeckt. Eine Einflussnahme seitens der Hersteller auf die Inhalte sowie die redaktionelle Ausgestaltung oder das Testergebnis ist nicht möglich.
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Die im Testbericht geschilderten Erfahrungen und Bewertungen spiegeln stets die persönliche Meinung unserer Tester:innen wider. Werbliche Texte werden gut sichtbar mit dem Zusatz „Werbung" oder „Anzeige" gekennzeichnet.
Erste Eindrücke: kompakt, solide, schlau konzipiert
Beim Auspacken war ich erst mal überrascht, wie viel in dieser einen, relativ kleinen Tasche steckt.
Der Van Cook ist kompakt, fühlt sich aber massiv und wertig an. Kein klappriger Discounter-Kocher, sondern ein Gerät, dem man die solide Bauweise sofort ansieht.

Der Deckel ist zufällig in meiner aktuellen Lieblingsfarbe gehalten ("Salbei", oder wie auch immer man sie nennen will). In der hatte ich vor Jahren schon die Seitenteile unserer Hecktüren gestrichen. Das war für mich natürlich jetzt kein Auswahlkriterium, aber ein hübsches Detail, das mir einfach Freude bereitet.

Was mir besonders gefällt: Die Tasche hat innen eine aufgedruckte Anleitung, wie das ganze Zubehör richtig verstaut wird. Klingt nach Kleinigkeit, ist im Alltag aber Gold wert. Beim ersten Einpacken muss man nicht raten, was wohin gehört. Das Verstausystem ist gut durchdacht, alles hat seinen festen Platz.

Auch beim Zubehör punktet der Van Cook schon auf den ersten Blick: Grillrost, Plancha, Topfständer, Kaffeekannenständer, Deckel, klappbarer Windschutz und abnehmbarer Griff, der sich sowohl an den Platten als auch am Deckel einhängen lässt: Für einen Campingkocher ist das neue Gerät unglaublich vielseitig:
Praxistest: Wie schlägt sich der Van Cook im Campingalltag?
Aufbau & Handling
Kartusche einsetzen, per Magnetanschluss befestigen, fertig. Genau dieser Schritt macht im Alltag den Unterschied zum 1 Cook Turbo, bei dem ich immer mit Flasche oder Kartusche und Schlauch hantieren musste. Beim Van Cook setze ich die Kartusche ein und kann loslegen.

Der Deckel ist mehr als nur Optik. Er hält die Hitze, spart dadurch Gas und dient gleichzeitig als Spritzschutz, wenn ich direkt am Van koche. Der klappbare Windschutz ist für mich ein echtes Highlight, weil er den Brenner komplett umschließt.

Eine Sache ist mir aufgefallen: Wenn ich nur schnell Wasser oder etwas Kleines erhitzen will, ist der Van Cook manchmal etwas umständlich. In der Tasche steckt viel Zubehör – und je nachdem, mit welcher Konfiguration der Kocher vorher aufgebaut war, muss man erst ein bisschen herumkramen, bevor es losgeht. Für entspanntes Kochen ist das kein Thema, fürs schnelle Tässchen Tee zwischendurch fand ich es manchmal etwas viel "Gegruschdl", wie wir in Bayern sagen.
Kochpraxis: Unsere Erfahrungen mit dem Van Cook PRO FFD Deluxe im Detail
Wasser kochen mit dem Kaffeekannenständer
Wetter: 31 Grad, sonnig, windstill
Zubehör: Kaffeekannenständer
Für den ersten Test wollte ich einfach 0,5 Liter Wasser für Kaffee aufsetzen. Den Kaffeekannenständer musste ich erst aus der Tasche holen und aufsetzen, weil vorher anderes Zubehör verbaut war. Danach ging es flott: Nach gut zwei Minuten zeigten sich die ersten Bläschen, nach knapp viereinhalb Minuten kochte das Wasser sprudelnd. Wie schon beim 1 Cook Turbo FFD ist die Flamme bei hellem Sonnenlicht kaum zu sehen, ich habe erst an der Hitze gemerkt, dass sie längst brannte. Bei der Windstille stand die Flamme ruhig, den Windschutz habe ich für diesen Test gar nicht gebraucht.
Suppe mit Maultaschen erhitzen auf dem Topfständer
Wetter: 28 Grad, leicht bewölkt, leichter Wind
Zubehör: Topfständer
Hier habe ich meinem kulturellen Erbe nachgegeben und rund einen Liter Suppe mit Maultaschen im Topf erwärmt. Der Topf stand sicher auf dem Topfständer. Nach etwa 6-7 Minuten fing die Brühe an zu sieden. Danach brauchten die Maultaschen, die ich erst kurz zuvor aus dem Kühlschrank geholt hatte, noch ein paar Minuten, bis sie durch waren. Dafür habe ich den Kocher auf die niedrigste Stufe zurückgestellt, damit der Maultaschenteig nicht "fledderig" wurde und die Brühe nicht überkochte.
Gemüse braten auf der flachen Platte
Wetter: 33 Grad, sonnig, windstill
Zubehör: Plancha
So einfach, aber eines meiner liebsten Gerichte: In Zitronen-Knoblauch-Öl eingelegte und gebratene Paprika und Zucchini. Dafür habe ich die flache Platte ein paar Minuten vorheizen lassen. In etwas breitere Streifen geschnitten brauchte das Gemüse rund acht bis zehn Minuten, bis es weich, aber noch einigermaßen bissfest war und leichte Röststellen bekam.
Die -Beschichtung machte hier einen guten Job: Es klebte kaum etwas an, und zum Schluss ließ sich die Platte mit etwas warmem Wasser und einem Tuch schnell abwischen. Die Hitze verteilte sich gleichmäßig über die Fläche.
Würstchen grillen auf dem Rost
Wetter: 29 Grad, sonnig, windig
Zubehör: BBQ-Rost, Fettwanne, Windschutz
Jetzt der Teil, der beim 1 Cook Turbo damals noch nicht ging: richtig grillen. Für diesen Test habe ich es mit ein paar Würstchen vom Hofladen unseres Vertrauens genommen, weil die noch von einem Familienessen übrig waren. Aber ein schönes saftiges Steak ließe sich auf dem BBQ-Rost sicherlich auch hervorragend braten, denn er verteilt die Hitze schön gleichmäßig. Allerdings würde ich den Van Cook bei Steak & Co. auf jeden Fall auf der höchsten Flamme durchlaufen lassen.
Nach rund 10 Minuten mit ein paarmal Wenden, zunächst auf hoher Flamme, dann etwas zurückgeregelt, hatten die Würstchen gleichmäßige Röststreifen und eine knusprige Haut. Das Fett lief sauber in die Fettwanne, sodass am Brenner bis auf ein paar Tropfen nichts verschmorte.
Reinigung
Wir hatten ja auch bisher keine größeren Probleme, unsere ganzen CADAC-Geräte sauberzukriegen. Da es aber in Foren und Facebookgruppen immer mal wieder Beschwerden zu diesem Thema gibt, habe ich vor einiger Zeit mal meine besten Tipps zur Reinigung von CADAC-Grills in einem Ratgeber zusammengestellt.
Trotzdem war der Tipp zum Einbrennen der Platten Gold wert. gerade hartnäckigere Verkrustungen lassen sich damit nun sehr mühelos entfernen. Lediglich bei der Fettwanne bleiben im Laufe der Zeit immer mal Rückstände hängen, die sich dann festsetzen. Das war bisher bei allen unseren Grills so, und uns persönlich stört es auch überhaupt nicht. Wer allerdings etwas penibler ist, sollte die Fettwanne nach jeder Benutzung einweichen und dann gründlich schrubben.
Technische Details des Van Cook PRO FFD Deluxe im Überblick
Kategorie: Kompakter Gas-Tischgrill / Campingkocher mit Kartuschenbetrieb
Materialien: stabiles Gehäuse, Edelstahl, CeramiCoat-Keramikbeschichtung auf Rost und Plancha
Zündung: automatisch (Piezo-Zünder)
Sicherheitsfeature: Zündsicherung (FFD)
Gasanschluss: Magnetanschluss für Bajonett-Gaskartusche
Lieferumfang: BBQ-Rost, Fettwanne, Plancha, Topfständer, Kaffeekannenständer, Deckel, klappbarer Windschutz, Premium-Tragetasche
Abmessungen: 36 × 19 × 29 cm
Gewicht: 6,4 kg
Leistung: 1,6 kW
Gasverbrauch lt. Hersteller: 160 g/h
Energiequelle: Bajonett-Gaskartusche
Preis: 189 € (PRO FFD Deluxe)
Garantie: 2 Jahre

Fazit: Mein Van Cook Test in Kürze
Beim Van Cook fällt es mir ehrlich schwer, etwas zum Meckern zu finden. Er ist kompakt, hochwertig verarbeitet und bringt für einen Campingkocher unglaublich viel Zubehör mit. Grillrost, Plancha, Topf- und Kaffeekannenständer, dazu der Deckel, der abnehmbare Griff und der klappbare Windschutz: Damit deckt das Gerät fast jede Koch- und Grillsituation ab, die mir unterwegs einfällt.
Für mich ist der Van Cook im Grunde die Antwort auf meinen größten Kritikpunkt am 1 Cook Turbo. Da hatte ich mir gewünscht, dass der Kocher auch ohne Schlauch und Flasche läuft, gerade fürs Vanlife mit kleiner Außenküche. Genau das bringt der Van Cook mit dem Kartuschenbetrieb nun mit. Einsetzen, andocken, kochen.
Zwei kleine Kritikpunkte gibt es trotzdem:
Das Kartuschenfach aus Kunststoff wirkt im Vergleich zu den anderen, sehr robusten Komponenten etwas "labbrig". Im Test hat es funktioniert, aber haptisch fällt es gegen die sehr soliden übrigen Bauteile deutlich ab.
Wenn es nur ums schnelle Erhitzen geht, ist das viele Zubehör in der Tasche eher hinderlich. Man muss je nach vorheriger Nutzung erst "umbauen". Zugegebenermaßen ist das Jammern auf hohem Niveau bzw. das vielzitierte "Haar in der Suppe suchen" – denn das ist eben der Preis für die reichliche Ausstattung, die man ja mit dem Grillkocher bekommt.
Bleibt das Gewicht. Mit 6,4 kg ist der Van Cook verhältnismäßig schwer für einen Campingkocher. Aber auch hier gilt: Es handelt sich eben nicht um ein einfaches Discounter-Modell, sondern ein vielseitig einsetzbares Gerät mit umfangreichem Zubehör. Fürs Trekking ist er damit natürlich viel zu schwer, im Van, Wohnwagen oder beim Camping mit Fahrzeug fallen die Kilos dagegen kaum ins Gewicht. Zumal du dadurch im Zweifel ja an anderer Kochausrüstung sparen kannst.
Mein Urteil: Klare Empfehlung für alle, die alleine oder zu zweit unterwegs sind, einen vielseitigen Kocher und Grill fürs Vanlife suchen und den unkomplizierten Kartuschenbetrieb schätzen. Der Van Cook ist für mich die perfekte Symbiose aus 1 Cook Turbo FFD und Safari Chef 30 – Kartuschenbetrieb statt Gasflasche, kompakte Bauweise, aber trotzdem genug Zubehör für unterschiedlichste Speisen unterwegs. Wenn du dagegen jedes Gramm zählen musst oder in deinem Alltag überwiegend mal schnell Kaffee kochen und Dosengerichte erwärmen willst, sind Gewicht und Preis vermutlich etwas überdimensioniert.
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FAQ – Häufige Fragen zum Van Cook Pro FFD
Mit welchem Gas läuft der Van Cook?
Der Van Cook läuft über eine Bajonett-Gaskartusche, die du per Magnetanschluss einsetzt. Du brauchst keinen Schlauch und keinen Druckminderer wie beim 1 Cook Turbo FFD.
Kann ich mit dem Van Cook auch grillen?
Ja. Im Lieferumfang ist ein BBQ-Rost samt Fettwanne. Damit kannst du richtig grillen, nicht nur in der Pfanne braten. Über die Plancha hast du zusätzlich eine flache Platte für alles, was klein geschnitten ist.
Ist das Zubehör spülmaschinenfest?
Laut CADAC | Dometic sind die meisten beschichteten Kochflächen und die Fettwanne spülmaschinengeeignet. Der Hersteller empfiehlt dennoch ausdrücklich die Handreinigung, um eine lange Lebensdauer zu garantieren. Das geht am besten mit etwas heißem Wasser, Spüli und einem weichen Tuch oder einem der Spezialreiniger, die du ebenfalls im Onlineshop von CADAC | Dometic findest.
Wie schwer ist der Van Cook und für wen lohnt er sich?
Mit 6,4 kg ist er für einen Campingkocher relativ schwer. Für Reisen mit Van, Wohnmobil oder Wohnwagen ist das gut machbar. Fürs Trekking oder Bikepacking, wo jedes Gramm zählt, würde ich ein leichteres Modell wählen.
Worin unterscheidet sich der Van Cook vom 1 Cook?
Der größte Unterschied ist der Kartuschenbetrieb: Der Van Cook läuft ohne Schlauch und Flasche, der 1 Cook Turbo FFD braucht beides. Dazu bringt der Van Cook mehr Zubehör mit, unter anderem einen Grillrost und einen Deckel. Im Gegenzug ist er mit 6,4 kg deutlich schwerer als der 1 Cook Turbo FFD mit 3,4 kg und hat mit 1,6 kW etwas weniger Brennerleistung.


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